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Circus Maximus

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Der Legende nach wurde die erste Pferderennbahn vom fünften König Tarquinius Priscus (615 - 572 v. Chr.) im Tal zwischen Palatin und Aventin erbaut.

Circus MaximusDie Anlage wurde über die Jahrhunderte jedoch immer wieder erweitert oder durch Neubauten ersetzt. Zuerst wurden die die Holztribünen nach und nach durch steinerne Ränge ersetzt. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. wurden in der Nordkurve die Carceres, Käfige für den Start der Pferde erbaut. Die Mitte wurde durch einen Mittelstreifen (Spina) in zwei Fahrspuren unterteilt. Im Jahr 174 v. Chr. wurden auf der Spina eiförmige Aufsätze angebracht, welchen den Zuschauern die Orientierung erleichterten.

33 v. Chr. liess Marcus Vipsanius Agrippa 7 Bronzedelphine anbringen, welche als Rundenzähler dienten. Augustus liess einen Obelisken vom Ramses II (8. Jahrhundert v. Chr.) aus Heliopolis auf der Spina aufstellen. Er befindet sich heute auf der Piazza del Popolo. Nach dem Brand Roms im Jahr 64 n. Chr. liess Nero das Stadion fast vollständig neu bauen. Die Kapazität wurde dabei erhöht.

Circus MaximusWährend der Regierung Titus Flavius Domitianus (81 - 96 n. Chr.) wurde die Anlage erneut durch einen Brand beschädigt. Marcus Ulpius Traianus (98- 117 n. Chr.) liess diese Schäden beheben. Die heutige Anlage geht auf diese Renovation zurück. Flavius Valerius Constantinus (306 - 337 n. Chr.) liess einen zweiten Obelisken von Thutmosis III (15 Jahrhundert v. Chr.) aus Theben aufstellen. Er befindet sich heute auf der Piazza San Giovanni in Laterano.

Die letzten Spiele wurden hier im Jahr 549 n. Chr. vom Ostgotenkönig Totila durchgeführt.

Noch einige technische Daten: In augusteischer Zeit (um Christi Geburt) mass der Circus Maximus 621 Meter in der Länge und 118 Meter in der Breite. Er Konnte 150'000 Zuschauer fassen. Zur Zeit Claudius Drusus Germanicus Caesar (Nero) (54 - 68 n. Chr.) wurde das Fassungsvermögen auf 250'000 Zuschauer vergrössert. Im 4. Jahrhundert lag dieses sogar bei 385'000 Zuschauer.

Der Circus kann heute jederzeit aufgesucht werden. Die Reste der Zuschauerränge sind nur von aussen einsehbar.

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