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Caracalla Thermen

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Die Caracalla Thermen gehörten zu den grössten Thermen im antiken Rom.

Caracalla ThermenSie wurden vermutlich unter Lucius Septimius Severus geplant. Im Jahr 216 wurden sie unter dessen Sohn Lucius Septimius Bassianus (Caracalla) eröffnet. Sie befanden sich im südlichen Teil der Stadt. Die von Caracalla angelegte Via Nova führte zu den Thermen.

Die Bogengänge und Dekorationen wurden erst von Caracallas Nachfolgern Varius Avitus Bassianus (Elagabal) (218 - 222 n. Chr.) und Marcus Aurelius Severus Alexander (222 - 235 n. Chr.) erstellt.

Caracalla ThermenLucius Domitius Aurelianus (Aurelian) (270 - 275 n. Chr.) lies die Thermen nach einem Brand restaurieren. Gaius Aurelius Valerius Diocletianus (284 - 304 n. Chr.) führte Arbeiten am Aquädukt (aqua Antoniniana) durch, wodurch dieser nun Forma Iovia genannt wurde. Unter Flavius Valerius Constantinus (306 - 337 n. Chr.) wurde das Caldarium verändert, indem eine halbrunde Apsis eingefügt wurde.

Noch im 5. Jahrhundert n. Chr. waren die Thermen voll in Funktion. Im Jahr 537 wurden die Aquädukte, welche Rom mit Wasser versorgten, vom Gotenkönig Vitigis zerstört. Ab diesem Zeitpunkt verloren die Thermen an Bedeutung.

Einige technische Daten. Die Fläche der Thermen betrug 337 x 328 Meter. Die Wasserversorgung erfolgte durch den von Caracalla gebauten Aqua Nova Antoniniana, Frigidariumwelcher eine Abzweigung der Aqua Marcia war. Der Drusus Bogen war Bestandteil dieses Aquädukts. Der Endpunkt war südlich der Thermen im Castellum Aquae. Hier waren 18 Zisternen. Die Thermenanlage war symmetrisch angelegt. Zentral lag das Frigidarium. Westlich und südlich lag je eine Palaestra. Nördlich des Frigidariums lag das Natatio. Links und rechts des Natatio lag je eine Vestibulum mit vorgelagertem Apodyterium. Südlich des Frigidariums lag das Tepidarium. Danach folgte das Caldarium. Die Thermen waren mit einer Ummauerung umgeben, in welche Räume und auch eine Bibliothek integriert waren.

Pro Tag konnten die Thermen 6'000 bis 8'000 Besucher aufnehmen.

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