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Marcellus Theater

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Das Überschwemmungsgebiet, welches zwischen der grossen Schleife des Tibers und den Abhängen des Pincius, Quirinials und dem Kapitol lag, wurde Marsfeld (Campus Martius) genannt. Ursprünglich war es Weideland und lag ausserhalb des Pomerium (Stadtgrenze). In diesem Gebiet wurden Aufführungen und militärische Übungen durchgeführt. Auf einem grossen rechteckigen Platz (Saepta) von 10'000 m2 in der Mitte des Marsfeldes fanden die Volksversammlungen der Fusssoldaten (comitia centuriata) und Versammlungen der Plebejer (comitia tributa) statt.

Die Urbanisierung dieses Gebietes begann im 2. Jahrhundert v. Chr. Später wollte Gaius Julius Caesar zahlreiche Gebäude anlegen - wie das Marcellus Theater - und den Tiber umleiten, um damit dieses Gebiet mit dem Vatikan zusammenzuführen.

Nach der Ermordung Caesars wurde das Projekt gestoppt. In augusteischer Zeit, vor allem durch Marcus Vipsanius Agrippa, erfolgte die entscheidende Umgestaltung. Nach einem Brand von 80 n. Chr. wurde das Gebiet wieder intensiv bebaut. Im mittleren Gebiet wurden diverse Bauten für die Vergöttlichung der verstorbenen Kaiser erstellt, wie z.B. die Antoninus Säule. Die Via Flaminia, welche innerhalb der Stadtmauer Via Lata hiess, durchquerte das Marsfeld. Deren Verlauf entspricht der heutigen Via del Corso.

Marcellus TheaterDa unter Caesar vermutlich erst das Gelände für das Theater frei geräumt wurde, wurde das Theater im Jahr 13 oder 11 v. Chr. von Augustus seinem Neffen und Schwiegersohn Marcus Claudius Marcellus gewidmet, welcher im Jahre 23 v. Chr. verstorben war.

Das Theater war mehr als 32 m hoch und konnte mehr als 15'000 Zuschauer fassen.

Da das Theater im Mittelalter in einen Palast umgebaut wurde, ist es bis zu einer Höhe von 20 Metern erhalten.

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