Templum Pacis |
Titus Flavius Vespasianus (69 - 79 n. Chr.) lies diese Anlage 71 - 75 n. Chr. unter dem Namen Templum Pacis (Friedenstempel) erbauen. In späteren Quellen wird sie jedoch auch Forum Pacis (Friedensforum) genannt.
Im Jahr 192 n. Chr. wurde der Bau durch ein Feuer zerstört. Lucius Septimius Severus (193 - 211 n. Chr.) lies ihn wieder aufbauen. Bei einem Erdbeben von 408 n. Chr. wurde er erneut beschädigt, wobei er möglicherweise vorher bereits als Handelszentrum genutzt wurde.
Bis
zu den Ausgrabungen im Jahr 2000 war der Bau archäologisch nahezu unbekannt.
Aufgrund der Forma Urbis Romae konnte der jedoch rekonstruiert werden (Ein
monumentaler Stadtplan von Rom, welcher von Septimius Severus zwischen 205 und
208 n. Chr. in Auftrag gegeben wurde. Er war an einer Wand des Friedenstempels
befestigt. Heute wurden einige Fragmente davon wieder gefunden).
Die Anlage bestand aus einem grossen Platz, mit einem ursprünglichen Zugang in der Mitte der nordwestlichen Seite. Als das Nerva Forum erbaut wurde, diente dieses als Zugang. Auf dieser Seite standen vor der Wand freie Säulen aus afrikanischem Marmor mit korinthischen Kapitellen aus weissem Marmor. Ein breiter Streifen des Fussbodens war mit weissem Marmor belegt.
Auf den drei anderen Seiten verlief ein um drei Stufen erhöhter Portikus mit Säulen aus rosarotem ägyptischem Granit mit korinthischen Kapitellen aus weissem Marmor. Auf der Nordost- und Südwestseite befanden sich je zwei rechteckige Exedren.
Die Südostseite war die Hauptseite. In deren Mitte lag ein rechteckiger Raum mit einer Apsis. Dies war die eigentliche Kultstätte des Friedens. Zwei Reihen mit höheren Säulen - die äussere Reihe lag in der Linie der Portikus Säulen - trugen den Giebel. Seitlich dieser Kultstätte lagen je zwei weitere Räume. Der südlichste Raum wurde später in die Kirche Santi Cosma e Damiano integriert und ist heute noch erhalten. Im Raum daneben - also zwischen der Kultstätte und dem südlichsten Raum - war die Forma Urbis angebracht.
Der mittlere Bereich der Anlage war nicht gepflastert. Hier befand sich ein Garten mit je drei Wasserkanälen an den Seiten.
Im Friedenstempel wurden zahlreiche Kunstwerte ausgestellt. In den Räumen der Anlagen wurde auch der jüdische Tempelschatz aufbewahrt. Es gibt auch Theorien dass ich hier der Sitz des Prafectus Urbis und des Katasteramtes befand.
Weinige Überreste des Templum Pacis sind heute von aussen einzusehen.