Ludus Magnus |
Der Ludus Magnus war die grösste Gladiatorenkaserne Roms.
Dieses
Gebäude wurde unter Titus Flavius Domitianus (81 - 96 n. Chr.) erbaut. Die
elliptische Arena befand sich innerhalb eines rechteckigen Gebäudes. In den vier
Ecken befanden sich Springbrunnen. Die Ehrentribünen befanden sich an der
Mittelachse der Arena.
Der Haupteingang der Kaserne befand sich im Norden. Zudem war sie mit dem Kolosseum durch einen unterirdischen Gang verbunden.
Die Zellen der Gladiatoren befanden sich um den Hof herum.
Unter Marcus Ulpius Traianus (98 - 117 n. Chr.) wurde das Gebäude restauriert.
Von dieser Gladiatorenkaserne konnte zwar nur der Nordteil ausgegraben werden. Ein Grossteil ist jedoch auf der so genannten Forma Urbis (ein Stadtplan auf Marmorplatten aus der Zeit Lucius Septimius Severus (193 - 211 n. Chr.)) dargestellt.
Es sind weitere Gebäude ähnlicher Bestimmung bekannt, welche sich in der Nähe befanden: Ludus Matutinus für die venatores (Personal der Tierhetzen), Ludus Dacius (Gladiatoren aus Dakien) und der Ludus Gallicus (Gladiatoren aus Gallien). Weiter im Norden lag die Castra Misenatium (Kaserne der Seeleute aus Misenus, welche das Sonnensegel des Kolosseums spannten).
Der Ludus Magnus ist von Aussen frei einsehbar.