Monte Testaccio (Mons Testaceus) |
Beim Monte Testaccio (Scherbenberg) handelt es sich um einen künstlichen Hügel, welcher durch die systematische Anhäufung tausender Amphorenfragmente entstand.
Nachdem
die Amphoren geleert waren, wurden sie in Scherben zertrümmert und zur
Schutthalde gebracht. Hier wurden sie abwechselnd mit Schichten aus Kalk
angehäuft.
Es handelte sich ausschliesslich um Ölamphoren, welche wegen der schnellen Veränderung der Ölrückstände nicht mehr wieder verwendet werden konnten. Diese Amphoren stammten aus der Provinz Baetica (Südspanien) und in geringerem Masse aus Byzacium (Tunesien).
Die Schutthalde war ab augusteischer Zeit (um Christi Geburt) etwa 270 Jahre in Gebrauch. Offensichtlich wurde das Anwachsen der Schutthalde von leitenden Beamten beaufsichtigt.
Der Hügel, welcher 36 Meter hoch ist, kann heute zwar nicht ohne weiteres betreten werden. Von aussen ist er jedoch gut einsehbar. An einigen Stellen sind die Amphorenscherben gut zu erkennen.