Der römische Gutshof von Hüttwilen wurde gegen Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. erbaut. Er war nach Süden orientiert.
Nachdem
die Villa durch eine Brandkatastrophe zerstört wurde, wurde sie neu erbaut und
bis zur 1. Hälfte des 3. Jahrhunderts bewohnt. Funde deuten jedoch auch auf eine
Nutzung im 4. Jahrhundert hin.
Das Herrenhaus war im Endausbau 42 Meter lang und 28 Meter breit. Es bestand aus einer Halle von 28 x 13 m. Südlich davor befand sich ein Porticus, welcher anfänglich unterkellert war. Später wurden auf der südlichen West- und Ostseite Eckrisalithen vorgesetzt.
An die Westseite wurden Baderäume angebaut. Alle
notwendigen Räume wie Appodyterium,
Frigidarium,
Caldarium und
Laconium waren vorhanden.
Nordwestlich des Herrenhauses befanden sich mindestens zwei Nebengebäude.
Bei der Ausgrabung von 1928 kamen unter anderem Kochtöpfe, Specksteingefässe und Reibschüsseln zum Vorschein. Eisengeräte, ein Hufschuh, eine Glocke, Wagenbeschläge und anderes wurden ebenfalls gefunden. Auch Überreste der Wandmalereien waren noch vorhanden.
Kurzbeschreibung:
| Was | ja/nein | Bemerkung |
| Im Gelände Sichtbar | ja | Koordinaten 706 370 / 274 683 |
| Informationstafel | Ja | |
| - mit Detailinformationen | Ja | |
| - mit Skizze(n) | Ja | |
| Beschilderung | Ja | |
| Schutzbau | Nein | |
| Immer zugänglich | Ja | |
| Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung | Nein | |
| Weiteres | - |