Dienstag, 10.07.2007 - Publikumsgrabung Augst |
Heute haben wir uns wieder um 9.00 Uhr beim Grabungsgelände getroffen.
Da wir bereits mehr wussten als am ersten Tag, konnten wir sofort loslegen. Aufgeteilt wurden wir auf drei verschiedene Grabungsfelder.
Einer Gruppe wurde das Abtragen der Grenze zwischen zwei Grabungsfeldern zugeteilt. Eine zweite arbeitete auf dem Feld, wo ich unter anderem gestern gegraben habe (heute allerdings auf dem ganzen Feld). Zu zweit wurden wir dem anderen Feld zugeteilt, auf welchem gestern auch gegraben wurde.
In diesem Feld musste ein schmaler Streifen von vielleicht 60 cm Breite und einigen Metern Länge abgetragen werden. An einer anderen Stelle musste auf einer grösseren Fläche eine höhere gelegene Schicht (die erste ab der heutigen Oberfläche) weg.
Insbesondere
das Abtragen des schmalen Streifens dauerte länger, als ich dachte. Hier war
abgesehen von Ziegeln zwar nichts zu finden, trotzdem musste natürlich alles
genau durchsucht werden. Das Wetter (teilweise regnete es in das Grabungsfeld)
war natürlich auch nicht gerade hilfreich. Zudem schien ein Stein bearbeitet zu
sein. Dieser könnte zu einer Mauer gehören. Da er zudem teilweise in einer
Fläche dieses Feldes lag, welche heute nicht abgetragen wurde, musste er an Ort
und Stelle belassen werden.
In der anderen Schicht kam etwas Keramik, Knochen und Nägel zum Vorschein. Daneben natürlich Ziegel. Zudem befand sich hier ein grosser Stein, welcher in eine tiefer liegende Schicht reichte. Auf einen kleineren Stein, welcher nicht weit daneben lag, traf dies auch zu. Beide Steine mussten somit an Ort belassen werden.
In den anderen Grabungsfeldern kamen unter anderem Keramik, Knochen, Metall,
Versteinerungen
(sogenannte Teufelsfinger, bzw. Belemniten) und Teile eines Hohlziegels (Tubuli)
einer Fussbodenheizung (Hypocaust) zum Vorschein.
Am Morgen wurde uns noch das Nivellieren gezeigt. Diese Methode dient der Höhenbestimmung. Am Nachmittag suchten wir die Ziegelbrennöfen in der Liebrüti auf. Diese stammen aus der Spätantike. Sie wurden zwar ausserhalb der hier bestehenden Stadtmauer angelegt, die Stadt war damals jedoch nicht mehr funktionstüchtig. D.h. bewohnt war primär das Kastell im heutigen Kaiseraugst.
Um 14.00 Uhr war der Grabungstag beendet.