Über den Vicus Vitudurum werde ich an anderer Stelle eingehender berichten.
Am Kastellweg wird zurzeit eine Rettungsgrabung
durchgeführt. Es handelt sich um ein in nachrömischer Zeit unbebautes Gelände,
welche jedoch innerhalb des römischen Vicus lag.
Überraschenderweise
kamen jedoch hier nicht die üblichen Holzbauten, sondern die Grundmauern eines
steinernen Gebäudes zum Vorschein. Dies war schon 1995 auf der Nachbarparzelle
so.
Das neu entdeckte Gebäude war ca. 16 Meter lang und 10
Meter breit. Es wurde im frühen 2. Jahrhundert erbaut. Es wurde mehrmals
umgebaut und im 3. Jahrhundert vermutlich verlassen. Die Funktion ist noch nicht
bekannt.
Zusätzlich
wurde ein Brunnen mit einem Aussendurchmesser von 1.6 Metern und 3.2 Metern
Tiefe gefunden. Der Tiefste dieser Art, welcher bisher in Oberwinterthur
gefunden wurde.
Im Brunnen wurden ein Tierskelett, Knochen- und Holzreste
gefunden. In einer Latrine kamen weitere organische Abfälle zum Vorschein.
Weitere Funde sind unter anderem
Trinkgefässe aus Keramik, Münzen, ein Glöckchen aus Bronze, Schmuck und Ziegel.
Bisher ging man davon aus, dass die Siedlungs- und
Bautätigkeit vor allem im 1. und frühen 2. Jahrhundert erfolgte. Jetzt muss
davon ausgegangen werden, dass auch im 3. Jahrhundert gebaut wurde.
Die Ausgrabung war am 14. und 15. April 2007 zu besichtigen.
Kurzbeschreibung:
| Was | ja/nein | Bemerkung |
| Im Gelände Sichtbar | ja | |
| Informationstafel | Ja | |
| - mit Detailinformationen | Ja | |
| - mit Skizze(n) | Ja | |
| Beschilderung | nein | |
| Schutzbau | Ja | Zelt |
| Immer zugänglich | Nein | |
| Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung | Ja | Rettungsgrabung |
| Weiteres | - |