31.08.2005, Julierpass |
Verschiedene Spuren deuten auf die Nutzung dieses Passes in römischer Zeit hin. Bei den Koordinaten 773 805/148 420 wurden 2002 eine Münze des 1. - 3. Jahrhunderts n. Chr. und mehrere Dorne von römischen Hufschuhen gefunden. An dieser Stelle ist auch ein alter Hohlweg im Gelände erkennbar.
Unterhalb
La Veduta auf der Westseite des Julierpasses sind an diversen Stellen
Karrengeleisespuren zu sehen. Die Spurbreite weist 107 cm, vereinzelt aber auch
115 cm auf.
In den Jahren 1934 - 39 wurden
auf der Passhöhe die Reste eines 5 x 5
Meter grossen Mauerrechtecks gefunden. Dabei handelte es sich um die Reste des
Passheiligtums. Zwei Säulenteile dieses Heiligtums stehen heute auf beiden
Seiten der Passhöhe. Einst bildeten sie eine Säule. Im weiteren wurden unter
anderem profilierte Gesimsstücke, Fragmente einer männlichen Statue und das
Brückstück einer Weihinschrift an die Alpen gefunden.
Auf der Passhöhe wurden auch diverse Münzen gefunden. 1854 wurde ein über 200 Münzen umfassender Weihe- oder Schatzfund gehoben. Diese Münzen beginnen bei Tiberius Iulius Caesar Augustus (14 - 37 n. Chr.) und Enden bei Flavius Gratianus (367 - 383 n. Chr.). Im 4. Jahrhundert nimmt die Zahl der Münzen stark zu. Eine Münze stammt sogar vom Vandalen Geiserich (428 - 477).
Kurzbeschreibung:
| Was | ja/nein | Bemerkung |
| Im Gelände Sichtbar | ja | - Karrengeleisespuren bei den Koordinaten 775
000/149 300 - 2 Säulenteile des Passheiligtums beidseits der Passstrasse |
| Informationstafel | nein | |
| - mit Detailinformationen | - | |
| - mit Skizze(n) | - | |
| Beschilderung | nein | |
| Schutzbau | nein | |
| Immer zugänglich | ja | |
| Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung | nein | |
| Weiteres | - |