28.08.2005, Chur (Curia) |
Die ältesten Siedlungsspuren in Chur stammen aus dem Jahr 11'000 v. Chr. Es gibt dabei aus beiden späteren römischen Siedlungsgebieten (Karlihof (neben Hof) und Welschdörfli) Funde aus aus diversen Epochen.
Der
Vicus Curia breitete sich dabei im
heutigen Welschdörfli aus. In römischer Zeit war dieses Gebiet vom 1.
Jahrhundert n. Chr. bis zum 4./5. Jahrhundert n. Chr. (z. T. 6. Jahrhundert)
besiedelt. Hier befanden sich diverse Wohn- und Gewerbebauten, die öffentlichen
Thermen und vielleicht auch eine Mansio (Herberge).
Die Bauten waren anfänglich aus Holz. Ab der Mitte des 1.
Jahrhunderts wurden diese
mehr und mehr durch Steinbauten ersetzt.
Das Gebiet "Hof" war in der frühen römischen Zeit offensichtlich nicht besiedelt. Jedenfalls fehlen entsprechende Funde. Diese setzen erst im 4. Jahrhundert n. Chr. ein. Hier wurde wohl ein Kastell angelegt. Bekannt sind hier - neben wenigen Abschnitten der Umfassungsmauer - vor allem Kirchenbauten. Westlich davon entstand eine Grabkammer, welche offensichtlich als Grab der Churer Bischöfe diente. Später entstand darüber eine Kirche. Ob eine eigentliche Umsiedlung vom Welschdörfli in dieses Gebiet erfolgte, ist nicht eindeutig belegt.
Aus dem Gebiet Karlihof - nördlich angrenzend an Hof - sind auch Keramikfunde und Münzen aus der Zeit 276/282 und spätantike Prägungen gefunden worden. Es ist nicht klar, ob es sich hier um ein eigentliches Siedlungsgebiet oder ein Siedlungs-Vorgebiet handelte.
Ob Curia nach der Neueinteilung der Provinzen unter Gaius Aurelius Valerius Diocletianus (284 - 305 n .Chr.) Hauptstadt der Raetia Prima wurde, ist nicht sicher belegt. Man nimmt dies vor allem an, weil die die anderen in Frage kommenden Städte (Bregenz, Kempten) zu nahe an der Hauptstadt von Raetia II (Augsburg) lagen. Zudem lag Chur zentraler im Provinzgebiet.
Heute sind nur noch wenige römische Überreste in Chur zu sehen. Zwei Gebäude im Welschdörfli wurden in einem Schutzbau konserviert. Der Grabbau wurde in der Kantonsschule konserviert, allerdings ist hier die Zugänglichkeit nicht klar.
Kurzbeschreibung:
Wohnhäuser im Welschdörfli:
| Was | ja/nein | Bemerkung |
| Im Gelände Sichtbar | ja | Seilbahnerstrasse |
| Informationstafel | ja | Es liegt ein Faltblatt im Schutzbau auf |
| - mit Detailinformationen | ja | |
| - mit Skizze(n) | ja | |
| Beschilderung | nein | |
| Schutzbau | ja | |
| Immer zugänglich | nein | Von aussen sind die Gebäude einsehbar. Der Schlüssel kann im Rätischen Museum (Hofstrasse 1) abgeholt werden (Di - SO, 10.00 - 12.00 / 14.00 - 17.00 Uhr) |
| Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung | nein | |
| Weiteres | - |
Grabbau in der Kantonsschule:
| Was | ja/nein | Bemerkung |
| Im Gelände Sichtbar | ja | Kantonsschule/Alte Schanfiggerstrasse) |
| Informationstafel | ? | |
| - mit Detailinformationen | ? | |
| - mit Skizze(n) | ? | |
| Beschilderung | nein | |
| Schutzbau | ja | Liegt vermutlich im Schulgebäude |
| Immer zugänglich | nein | Wie der konservierte Grabbau zugänglich ist, konnte ich nicht herausfinden |
| Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung | nein | |
| Weiteres | - |