28.08.2005, Castiel |
Bei Rettungsgrabungen der Jahre 1975 - 1977 wurden auf dem Hügel am Westende von Castiel die Überreste einer spätrömischen Siedlung entdeckt. Der plane Oberfläche des Hügels beträgt 80 x 20, bzw. 30 Meter.
Am
Rand verlief rings um die Hügeloberfläche eine Mauer, welche 80 cm breit und
wohl 2 - 3 Meter hoch war. Auf der Ostkuppe befand sich ein Mauergeviert, bei
welchem es sich um einen Turm gehandelt haben könnte.
Auf der Nord- und Südseite befanden sich Hausbauten aus Holz entlang der Mauern. Deren Grundriss betrug im Durchschnitt 4.5 x 5.5 Meter. In den meisten Häusern befanden sich mit Steinen unterbaute Herdstellen.
Die Fluchtburg stammt wohl aus dem 4. Jahrhundert und wurde bis ins 5. Jahrhundert benutzt. Das Hügelplateau wurde im im 6. Jahrhundert nochmals befestigt.
Unter anderem wurde folgendes gefunden: Äxte, Hämmer, Meissel, eine Sichel, Gürtelschnallen, alles aus Eisen. Arm- und Fingerringe aus Bronze und Keramik. Zudem 2 Münzen von 118 und 161 und drei von 260 bis 268.
Kurzbeschreibung:
| Was | ja/nein | Bemerkung |
| Im Gelände Sichtbar | nein | |
| Informationstafel | nein | |
| - mit Detailinformationen | - | |
| - mit Skizze(n) | - | |
| Beschilderung | nein | |
| Schutzbau | nein | |
| Immer zugänglich | ja | |
| Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung | nein | |
| Weiteres | - |