| Summus Poeninus (Grosser St. Bernhard) |
Die Eroberung des Alpengebietes in dieser Region habe ich bereits im Allgemeinen Teil festgehalten.
Die Strasse über den Pass wurde unter Tiberius Claudius Nero Germanicus (Claudius) im Jahr 47 n. Chr. ausgebaut. Allerdings muss man im oberen Bereich des Passes nicht von einer Fahrstrasse, sondern von einem gut ausgebauten Saumpfad ausgehen. Interessant ist, dass im Jahr 69 n. Chr. mindestens 30'000 Soldaten den Pass überquerten.
Die Strasse führte von Forum Claudii
Vallensium wegen der Hochwassergefahr am linken Dranse Ufer nach
Sembrancher.
Bis hier war auch der Weg über Martigny-Bourg, Chemin-Dessous, Chemin und Vens
möglich.
Beim Pont du Châtel bei Orsières wechselte der Weg an das
rechte
Dranse Ufer. Er führte über Fontaine-Dessus, Rive Haute, Liddes, Allèves,
Pont de Tsarvesse nach Bourg-St-Pierre. Hier war vermutlich die letzte Mansio
auf der Nordseite des Passes.
Auf dem Pass befand sich ein Heiligtum, welches dem Iupiter geweiht war. Mauerreste lassen eine Mansio (Herberge) und eine Mutatio (Pferdewechselstation) vermuten.
Der Weg führte weiter nach St. Rhémy, welches eventuell aus Eudracinum hervor ging. Dies war die letzte Station auf der Südseite des Passes. Die weitere Strasse verlief ungefähr wie die heutige Strasse bis Augusta Praetoria.
Auf dieser Strecke sind mir als heute sichtbare Objekte die Meilensteine in Vollèges und Bourg-St-Pierre bekannt. Zudem sollten im oberen Passbereich einige Wegspuren vorhanden sein (Koordinaten 580 100/080 325).
Kurzbeschreibung:
| Was | ja/nein | Bemerkung |
| Im Gelände Sichtbar | ja | Ein Meilenstein vor der Kirche in Vollèges und einer vor der Kirche in Bourg-St-Pierre |
| Informationstafel | nein | |
| - mit Detailinformationen | - | |
| - mit Skizze(n) | - | |
| Beschilderung | nein | |
| Schutzbau | nein | |
| Immer zugänglich | ja | |
| Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung | nein | |
| Weiteres |