Um das Jahr 15 v. Chr. wurde von Römern der Rhein überschritten. In dieser Folge wurde in Dangstetten ein Kastell eingerichtet.
Zu dessen Sicherung entstand in Zurzach ein Kastell. Später wurde es etwas westlich neu erbaut. In der Mitte des 1. Jahrhunderts entstand wieder ein neues und grösseres Kastell.
Im Rahmen einer Notgrabung wurde im
Vicusgebiet westlich dieser Kastelle
eine
grössere Fläche freigelegt. Da die Bauten mehrheitlich aus Holz, bzw.
Fachwerk waren, sind keine Mauerreste zu sehen. Sichtbar sind Kiesschichten von
zwei Vicusphasen. Diese stammen von Wegen zwischen den Häusern. Die untere
Schicht ist aus der augusteischen Zeit (27 v. Chr. - 14 n. Chr.), die obere aus
der tiberisch-claudischen Zeit (14 - 54 n. Chr.). In tieferen Schichten wurden
auch Spuren von Bauten, welche um das Jahr 1'000 v. Chr. datiert werden,
gefunden.
Die römischen Funde, insbesondere zwischen den beiden
Kiesschichten, sind zahlreich. Es handelt sich um Amphorenteile, Tonlampen,
medizinische Geräte, Schlüssel, eine Merkurstatuette, Scherben (auch Terra
Sigilata) und anderes. Diese Gegenstände werden als Abfälle gedeutet. Vermutlich
hatte der Vicus zu dieser Zeit nur
eine anderweitige Fläche in Anspruch genommen.
Zum Verlauf der weiteren Besiedelung verweise ich auf einen früheren Bericht.
Ein kleiner Teil des Viucs war im Rahmen einer Notgrabung zu besichtigen. Die Kastelle aus dieser Frühphase befand sich an der Stelle, wo sich heute das "Schlössli" befindet.
Kurzbeschreibung:
| Was | ja/nein | Bemerkung |
| Im Gelände Sichtbar | nein | |
| Informationstafel | nein | |
| - mit Detailinformationen | - | |
| - mit Skizze(n) | - | |
| Beschilderung | nein | |
| Schutzbau | - | |
| Immer zugänglich | - | |
| Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung | ja | Bei der Notgrabung waren auch Informationen angebracht |
| Weiteres |