Donnerstag, 20.05.2004 - Lostorf, Solothurn
Gemäss dem Buch "Die Römer in der Schweiz" liegen mir folgende Informationen über den "Gross Chastel" nordwestlich von Lostorf vor:
Hier
wurden Leistenziegelfragmente, römische Beschläge aus Bronze und 35 Münzen
entdeckt. Ein As stammt aus der Zeit von Lucius Aelius Aurelius Commodus (180 -
192 n. Chr). Die restlichen Münzen aus der Zeit zwischen Marcus Antonius Gordianus
Sempronianus (Gordian I, 238 n. Chr.) und Marcus Aurelius Valerius Maximianus
(286 - 305 n. Chr.). Daraus wird geschlossen, dass dieser Ort im späten 3.
Jahrhundert als Zufluchtsort diente.
Bei den Koordinaten
vorhanden.
Gesteinsformationen bei diesen Koordinaten können künstlich, jedoch genau so gut
natürlich, sein. Das gleiche gilt für die Steinwälle auf dem Plateau unmittelbar
westlich davon. Zudem wäre die zeitliche Stellung (ev. auch vor- oder
nachrömisch) damit noch nicht geklärt. Es ist also nicht klar, inwieweit die
Zufluchtsstätte zur Fluchtburg ausgebaut war.
Heute ist es aufgrund der Bewaldung schwierig, die Fernsicht zu beurteilen. Es scheint jedoch, eine weite Sicht möglich gewesen zu sein.
Kurzbeschreibung:
| Was | ja/nein | Bemerkung |
| Im Gelände Sichtbar | ja | Koordinaten 637 025/249 525 |
| Informationstafel | nein | |
| - mit Detailinformationen | - | |
| - mit Skizze(n) | - | |
| Beschilderung | ja | "Gross Chastel", zum Teil auch "Römer Warte" |
| Schutzbau | - | |
| Immer zugänglich | ja | |
| Temporär freigelegt / temporäre Ausstellung | nein | |
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