Dalheim (Ricciacus) Zurück zum Bericht über Luxemburg

Der Vicus Ricciacus lag an den Strassen Metz (Divodurum Mediomatricum) - Trier (Colonia Augusta Treverorum) und Lyon (Colonia Copia Claudia Augusta Lugdunum) - Aachen (Aquae Granni).

Wohn- und GewerbehausEr wurde an Stelle einer treverischen Vorgängersiedlung in den Jahren 18/17 v. Chr. durch Marcus Vipsanius Agrippa als Raststation undWohn- und Gewerbehaus Etappenort eingerichtet. In den Jahren 70/71 n. Chr. wurde das Siedlungsareal neu aufgeteilt und die Holzbauten durch Steinbauten ersetzt.

Um das Jahr 275 wurde der Vicus durch Germaneneinfälle erstmals zerstört. Dies wiederholte sich nochmals um 353/355. Im Jahr 407 wurde der Vicus endgültig verlassen.

Im 3. Jahrhundert betrug die Fläche der Siedlung ca. 25 ha.

TheaterNeben den privaten Häusern waren auch grössere öffentliche Bauten, eine Herberge, mehrere Tempel, Thermen und ein Theater für 3'500 bis 4'000 Zuschauer vorhanden.

Heute sind mehrere Häuser und das Theater zu sehen. Zudem wurde im Jahr 1855 das so genannte Adlerdenkmal erstellt. Der Sockel besteht aus Tuffsteinblöcken aus dem Theater. Diese wurden offensichtlich schon in römischer Zeit abgetragen und ev. für einen Burgus neu verwendet.

An der Strasse in Richtung Medingen ist im Wald zudem ein Meilenstein aus dem Jahr 121 aufgestellt.

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