| Portugal |
Als die Römer von Gallien auf die Iberische Halbinsel vordrangen, schlossen sie um 226 v. Chr. mit den Karthagern unter Hasdrubal einen Friedensvertrag, den Ebrovertrag. Dieser legte den Ebro als Grenze fest.
219 v. Chr. eroberte Hannibal Saguntum (Sagunto), welches unter römischem Schutz stand. Dies löste den zweiten punischen Krieg aus (218 - 201 v. Chr.).
An dessen Ende besetzte Rom grosse Teile der Halbinsel. Vier Jahre danach wurde im Nordosten die Provinz Hispania Citerior und im Süden Hispania Ulterior eingerichtet.
Lusitanien wurde erst nach dem Krieg von 197 - 179 v. Chr. Hispania Ulterior angeschlossen. Die Erhebung unter Viriatus von 147 v. Chr. endet erst mit dessen Ermordung 139 v. Chr.
Im Bürgerkrieg zwischen 80 und 72 v. Chr. unterstützen die Lusitanier Sertorius gegen Sulla. Nach dem Tod Sertorius wird der Aufstand 71 v. Chr. durch Gnaeus Pompeius niedergeschlagen.
Hispania Ulterior wird jedoch erst unter Gaius Iulius Caesar zwischen 61 - 45 v. Chr. endgültig unterworfen.
Unter Augustus werden zwischen 16 und 13 v. Chr. drei Provinzen auf der Iberischen Halbinsel eingerichtet: Lusitania, Baeticum (im Süden) und Tarraconensis.
Lusitania wird im Norden durch den Douro und im Südosten durch den Guadiana begrenzt. Hauptstadt ist die Kolonie Emerita Augusta (Merida). Dies entspricht ungefähr dem heutigen Portugal. Die Grenze liegt heute etwas nördlicher. Einige Gebiete im Osten gehören heute zu Spnien (auch Merida).
Unter Gaius Aurelius Valerius Diocletianus wurden auf der Halbinsel sechs Provinzen eingerichtet.
Mit der Eroberung Lusitaniens durch die Sueben und Callaecia (Nordteil Portugals) durch die Vandalen zwischen 409 und 411 n. Chr. endete die römische Herrschaft.