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In diesem Ort wurde im späteren 1. Jahrhundert n. Chr. ein Holz-Erde-Kastell erstellt. Im 2. Jahrhundert n. Chr. erfolgte der Umbau in Stein.
Um die Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert n. Chr. wurden in den Ecken Fächertürme (hervorspringende Türme) und in die Seitenmauern (ebenfalls hervorspringende) Hufeisentürme eingebaut.
Im späteren 4. Jahrhundert bestand nur noch ein Restkastell in der Nordwestecke. Die restliche Fläche des Kastells wurde von der Zivilbevölkerung benutzt.
Es
sind verschiedene Bauten erhalten. Das Wienertor, besonders
Teile der Tortürme, stammen vom der ehemaligen Porta Principalis Dextra (Rechtes
Lagertor). Die Fundamente des
südwestlichen Fächerturms sind innerhalb eines - zurzeit unbewohnten - Gebäudes
zu sehen. Vom südöstlichen Fächerturm sind die Fundamente durch ein Gebüsch zu
erspähen. Das Heimatmuseum befindet sich in einem Hufweisenturm der Nordmauer.
Dieser ist bis unter die Dachtraufe original erhalten. Das Schloss weist noch
einige Mauerzüge des Nordwestturms und des Restkastells auf.
Unter
der Pfarrkirche sind verschiedene Lagerbauten zu sehen:
Ein Estrichboden der Mannschaftsunterkünfte des Holz-Erde-Kastells und
Steinmauern der Principia des
Steinkastells. Daraus ist auch zu erkennen, dass das Steinkastell einen anderen
Grundriss aufwies.
Der Vicus (Lagerdorf) befand sind beidseits der Strasse nach Osten.
Der Ort wurde im späten 5. Jahrhundert verlassen und erst um 790 n. Chr. wieder besiedelt.